10 Uhr: Ein schwer kranker Mann hat einen Termin für seine Freitodbegleitung. Dann stehen Polizei, Rettungsdienst und der Vollzugsdienst des Ordnungsamts vor der Tür. Zehn Stunden später ist er gegen seinen Willen in der Psychiatrie.
Was ist in diesen Stunden passiert? Julia und Dustin Schubert sprechen über einen realen Fall aus der Praxis, so wie die Beteiligten ihn schildern. Sie fragen, wo der Schutz vor Suizidgefahr endet und wo die Selbstbestimmung beginnt. Dabei geht es um diese Punkte:
• Was das PsychKHG verlangt und warum ein Sterbewunsch allein keine Unterbringung rechtfertigt
• Warum sich krankheitsbedingte Suizidalität von einem vorbereiteten, freiverantwortlichen Sterbewunsch unterscheidet
• Welche Rolle ein bereits vorliegendes Vollgutachten spielen sollte
• Was Ärzte und Begleiter vor Ort tun können, wenn sie eine Maßnahme für falsch halten
• Warum derselbe Fall in anderen Bundesländern anders ablaufen könnte
• Was sich ändern muss: einheitliche Abläufe für Polizei und Ordnungsämter, Krisendienste und ein eigener Prüfweg für angekündigte Freitodbegleitungen
Und die letzte Frage: Wer schützt einen freiverantwortlich entscheidenden Menschen davor, dass genau dieser Schutz gegen ihn eingesetzt wird?
„Meine letzte Frage“ ist der Podcast von Linus über Leben, Sterben und Selbstbestimmung.

